Zurück zur Startseite
6. März 2013 Linksfraktion im Bundestag, Pressemitteilung, Ehegattensplitting

Familiensplitting ist unsozial und ein Vorwand zur weiteren Diskriminierung der Homo-Ehe

Barbara Höll

"Eine Diskussion über das Ehegattensplitting ist überfällig, denn es zementiert das Abhängigkeitsverhältnis der Ehefrau von ihrem Ehemann. Ein Familiensplitting, wie es jetzt von Teilen der Union ins Spiel gebracht wird, ist jedoch keine Alternative. Es gaukelt zwar soziale Gerechtigkeit vor, begünstigt jedoch lediglich kinderreiche Familien mit hohem Einkommen. Zudem darf die notwendige Überwindung des Ehegattensplittings kein Vorwand sein, die Homo-Ehe weiter in verfassungswidriger Weise zu diskriminieren", erklärt Barbara Höll, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Steuerpolitik sowie Lesben- und Schwulenpolitik. Höll weiter:

"DIE LINKE will die Ehe für Lesben und Schwule öffnen, damit sie in allen Bereichen die gleichen Rechte haben wie heterosexuelle Paare. Und wir treten für eine solidarische Steuer- und Sozialpolitik ein. Familien mit Kindern, gleichgültig ob es sich um eine hetero- oder homosexuelle Partnerschaft handelt, müssen gefördert werden. Dies wollen wir jedoch nicht durch ein unsoziales Familiensplitting erreichen, das nur Besserverdienenden nutzt, sondern durch eine Individualbesteuerung und den bedarfsorientierten Ausbau von Kindergeld und Kinderzuschlag."