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16. Mai 2014 Pressemitteilung, BAG DIE LINKE.queer, Homo- und Transphobie

DIE LINKE.queer: Gesellschaftlichen Rollback aufhalten! Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt endlich als Normalität begreifen

Am 17.05.2014 wird auch in Deutschland am Internationalen Tag gegen Homo-und Transphobie den Opfern von Gewalt und Übergriffen gedacht. Weltweit werden Homo‐ und Transsexuelle ausgegrenzt, weltweit werden sie verfolgt, misshandelt, gefoltert oder gar getötet. So werden in Russland vermeintlich Homosexuelle als Pädophile beschimpft und damit der Gewalt durch Nazibanden ausgesetzt. In den USA ist die Zahl der sogenannten Hatecrimes steigend. In Uganda droht Homosexuellen aufgrund des internationalen Protests nun anstelle der Todesstrafe "nur noch" lebenslange Haft und in Frankreich gehen Hunderttausende gegen die Homoehe auf die Straße. Fakt ist: "Homosexuelle sind weltweit und auch in Deutschland weder gesellschaftlich noch rechtlich den heteronormen Menschen gleichgestellt.", so Ronny Pohle, Bundessprecher der Arbeitsgemeinschaft Queer in der Partei DIE LINKE (kurz DIE LINKE.queer).

Auch im fortschrittlichen Deutschland seien trotz der Rechtsprechung durch die Bundesgerichte Schwule, Lesben, Bi‐, Trans‐ und *Intermenschen (kurz LSBTI) noch immer alltäglicher Diskriminierung ausgesetzt. Ereignisse wie die Stuttgarter Demonstrationen gegen die Lehrplanreformen und das Einknicken der dortigen Landesregierung, die immer häufiger angebotenen Heilungsseminare für Homosexuelle sowie die ständigen Äußerungen erzkonservativer christlich‐demokratischer Politiker,welche Homosexuelle in den Zusammenhang zu Pädophilen stellen, sind Anzeichen für einen gesellschaftlichen Rollback.

Forderung aller klar denkenden Menschen müsse sein, sich seiner eigenen Vorurteile zu entledigen."LSBTI‐Menschen sind Menschen wie Du und ich - wir alle sind in unserer Unterschiedlichkeit gleich",wirbt Pohle in Anlehnung an Hal Sparks um Akzeptanz. Konsequente Forderungen der Partei DIE LINKE zielen deswegen auf europäischer, bundes‐, landes‐ und kommunalpolitscher Ebene auf die vollständige Gleichstellung in der jeweiligen Gesetzgebung und in der gesellschaftlichen Behandlung vor Ort. Vielfach bestünde Bedarf an Hilfsangeboten und deren finanziellen Absicherung, z.B. für von Mobbing verfolgte Jugendliche, diese Beratungsstellen auf dem Lande sind noch viel zu selten. In Schulen müssten nach Aussage Pohles "die Lehrpläne durchgesetzt werden, auf Landesebene - da wo noch nicht geschehen - die natürliche sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in diese Lehrpläne verankert werden".

"Viele der Forderungen könnten schon längst umgesetzt worden seien", resümiert Pohle die bisherige Arbeit der großen Koalition im Bundestag, denn schließlich gäbe es für die queeren Wahlversprechender SPD eine Mehrheit von Rot‐Rot‐Grün im Bundestag. Die rechtliche Gleichstellung komme nicht von allein, sondern müsse im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren erarbeitet werden - ohne auf die Anweisungen von Bundesgerichten zu warten.

Pohle wirbt deswegen um Stimmen für die Partei DIE LINKE bei den anstehenden Wahlen. "Der Internationale Tag gegen Homo‐ und Transphobie sollte auch Anlass sein, um zu überdenken, wem Sie bei den Wahlen Ihre Stimme geben. Wir stehen seit Jahren verlässlich an der Seite der LSBTI Bewegung, kämpfen mit Ihr Seite an Seite für die Entstigmatisierung, die Rehabilitierung, die Gleichstellung und die Gleichbehandlung aller Menschen - unabhängig von Geschlecht und Sexualität und gegen den derzeitig aufkommenden Mainstream!", so Pohle und abschließend:
"Deshalb kann eine queere Stimme nur eine Stimme für DIE LINKE sein!"