Zurück zur Startseite
8. September 2014 Linksfraktion im Bundestag, Pressemitteilung, Intersexualität, Trans*

Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt muss verbessert und gefördert werden

„Bildungspläne und Akzeptanzinitiativen sind notwendige Bausteine beim Abbau von Diskriminierungen. Dies ist die Hauptbotschaft der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Zwischen Geschlecht – Zur sozialen Lage Transsexueller, Intersexueller und Transgender“, die die Fraktion DIE LINKE stellte. Das lässt darauf hoffen, dass es innerhalb der Bundesregierung ein Umdenken gibt.“, erklärt Harald Petzold, queerpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE.

Petzold weiter: „Vor über fünf Jahren gab der damals rot-rote Berliner Senat den Auftakt und startete die Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und die Akzeptanz der sexuellen Vielfalt“. Mehrere Bundesländer nahmen sich diese Initiative zum Vorbild. Ich begrüße es, dass die Bundesregierung nun Bildungspläne und Akzeptanzinitiativen zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt als positive Beispiele anführt. Denn diese sind notwendig, wie die Bundesregierung in den Antworten zugibt.

Gerade Transsexuelle, Intersexuelle und Transgender sind in ihrem Leben in Deutschland mit Diskriminierungen konfrontiert und ihre soziale Lebenssituation kann zumeist als prekär bezeichnet werden. Unisex-Toiletten an Schulen sind hilfreich, gerade auch um ein Zeichen für eine Geschlechtervielfalt zu setzen. Doch steht die Bundesregierung in der Pflicht, die soziale Not der Betroffenen stärker in den Fokus zu rücken. Das trifft auch für die Vermittlungs- und Betreuungsaktivitäten der Bundesagentur für Arbeit zu. Dafür ist speziell qualifiziertes und ausreichendes Personal nötig. Zudem muss die Rechtsposition der Betroffenen in der Vermittlung gestärkt werden. Ich werde dazu bei den dafür Verantwortlichen das Gespräch suchen und für neue Förderinstrumente werben.“